Ratgeber · Beilagen
Rotkohl aufwärmen, einfrieren und verfeinern: so schmeckt er wie frisch gekocht
Rotkohl ist die Beilage, die man am besten vorbereitet. Er wird beim Aufwärmen nicht schlechter, sondern eher besser, weil Apfel, Nelken und Lorbeer Zeit zum Durchziehen haben. Damit er an Heiligabend nicht anbrennt oder wässrig wird, kommt es auf zwei Dinge an: mittlere Hitze und ein Schuss Flüssigkeit.
Kurz gesagt: Rotkohl mit einem Schuss Wasser oder Apfelsaft und etwas Öl in den Topf, bei mittlerer Hitze etwa 8 bis 10 Minuten erwärmen, öfter umrühren, zum Schluss abschmecken.
So wärmt ihr Rotkohl auf
- In den Topf. Rotkohl in einen Topf geben, der groß genug zum Umrühren ist.
- Flüssigkeit dazu. Zwei bis drei Esslöffel Wasser oder Apfelsaft und einen Spritzer Öl. So brennt er nicht an.
- Mittlere Hitze. Etwa 8 bis 10 Minuten, dabei öfter umrühren. Nicht kochen lassen, sonst wird er weich und verliert Farbe.
- Abschmecken. Erst wenn er heiß ist, mit Salz, etwas Süße und Säure abschmecken.
Sechs Ideen zum Verfeinern
- Apfel: einen halben Apfel in kleine Würfel schneiden und mit erwärmen.
- Johannisbeergelee oder Preiselbeeren: ein Löffel macht ihn runder und glänzend.
- Orange: etwas abgeriebene Schale und ein Schuss Saft, passt besonders zu Ente.
- Gewürze: eine Nelke, ein Lorbeerblatt oder eine Prise Zimt, vor dem Servieren herausnehmen.
- Rotwein: ein Schuss beim Erwärmen, gut einköcheln lassen.
- Säure: ein Spritzer Essig oder Balsamico zum Schluss, wenn er zu süß ist.
Wer es vegan halten will, nimmt Öl statt Butter oder Schmalz. Beim Gelee lohnt der Blick auf die Zutaten.
Vorbereiten und aufbewahren
Selbst gekochter Rotkohl hält sich abgedeckt im Kühlschrank etwa drei bis vier Tage und lässt sich gut einfrieren. Ideal ist, ihn am 22. oder 23. Dezember zu kochen und an Heiligabend nur noch aufzuwärmen. Vakuumierter Rotkohl hält länger, das genaue Datum steht auf der Packung.
Rotkohl einfrieren und auftauen
Rotkohl gehört zu den Beilagen, die sich am besten einfrieren lassen. Wer im November einen großen Topf kocht, hat an Weihnachten eine Sorge weniger, und Reste vom Fest sind im Januar noch einmal ein Essen.
- Abkühlen lassen. Den Rotkohl vollständig auskühlen lassen, am besten im Kühlschrank.
- Portionieren. In Gefrierbeutel oder Dosen füllen, so viel, wie ihr auf einmal braucht. Beutel flach drücken, dann friert er schneller und taut gleichmäßiger auf.
- Beschriften. Datum drauf. Eingefroren hält Rotkohl etwa drei bis sechs Monate.
- Auftauen. Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Wenn es schnell gehen muss, den gefrorenen Block mit zwei bis drei Esslöffeln Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze langsam erwärmen, dabei öfter umrühren.
- Abschmecken. Nach dem Auftauen schmeckt Rotkohl manchmal etwas flacher. Ein Spritzer Essig, eine Prise Zucker oder ein Löffel Johannisbeergelee bringen ihn zurück.
| Lagerung | Haltbarkeit |
|---|---|
| Selbst gekocht, im Kühlschrank | etwa 3 bis 4 Tage |
| Selbst gekocht, eingefroren | etwa 3 bis 6 Monate |
| Vakuumiert, im Kühlschrank (Festtagskeule) | bis zu 7 Tage, Datum auf der Packung |
Für den Rotkohl der Festtagskeule ist Einfrieren nicht nötig: Er kommt vakuumiert und gekühlt und hält bis zu den Feiertagen im Kühlschrank.
Häufige Fragen
Wie wärmt man Rotkohl am besten auf?
Im Topf bei mittlerer Hitze mit einem Schuss Wasser oder Apfelsaft, etwa 8 bis 10 Minuten, dabei öfter umrühren. So brennt nichts an und der Rotkohl bleibt saftig.
Kann man Rotkohl in der Mikrowelle aufwärmen?
Ja, abgedeckt in einer Schüssel, zwischendurch umrühren. Für ein Festessen ist der Topf besser, weil der Rotkohl dort gleichmäßig heiß wird und man ihn noch abschmecken kann.
Schmeckt Rotkohl aufgewärmt besser?
Oft ja. Über Nacht ziehen die Gewürze durch, und der Rotkohl wird runder im Geschmack. Deshalb kochen viele ihn schon am Vortag.
Wie lange hält sich gekochter Rotkohl?
Selbst gekochter Rotkohl hält sich abgedeckt im Kühlschrank etwa drei bis vier Tage und lässt sich gut einfrieren. Vakuumierter Rotkohl hält länger, das Datum steht auf der Packung.
Kann man Rotkohl einfrieren?
Ja, Rotkohl lässt sich sehr gut einfrieren. Abkühlen lassen, portionsweise in Gefrierbeutel oder Dosen füllen und flach einfrieren. Er hält so etwa drei bis sechs Monate. Zum Aufwärmen über Nacht im Kühlschrank auftauen oder gefroren mit einem Schuss Wasser im Topf langsam erhitzen.
Wird Rotkohl nach dem Einfrieren matschig?
Kaum. Rotkohl ist schon weich gegart, Einfrieren verändert die Struktur nur wenig. Wichtig ist, ihn beim Aufwärmen nicht zu kochen, sondern bei mittlerer Hitze zu erwärmen.
Ist Rotkohl vegan?
Selbst gekocht mit Öl ja. Traditionell wird er aber oft mit Schmalz oder Butter gekocht, auch manche Gläser im Supermarkt enthalten Schmalz. Der Rotkohl der Festtagskeule ist vegan.
Rotkohl, Klöße und Keule fertig bestellen
Bei der Festtagskeule ist der Rotkohl dabei, vegan und vakuumiert, zur Entenkeule oder zur veganen Keule. Ab 38 € pro Person, Rotkohl gibt es auch einzeln.